Band 
Erster Band.
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den Simplon nicht existirte, der Schlüsselzur Lombardey werden. Es lag mir wenig daran»ob Genua einem Patricier - Doge, oder den verschwor-nen Plebejern, die bey dem Apotheker Morando oderin der Loge Bancbi ihre Zusammenkünfte hielten, ge-horchte ; Alles, was ich wollte, war, dafs die franzö-sische Parthey dort herrsche; und da nun einmal un-sere Banner zu jener Zeit für die Demokratie entfaltetwaren, so konnte ich unsern Gegnern nicht gewonnenSpiel geben. Ich schickte einen meiner Adjutantennach, Genua, um sich mit Faypoult zu besprechenund sich auch über die kleinsten Umstände zu unter-richten.

Von den Abgeordneten des Senats aufgerufen, umüber jene Ereignisse zu entscheiden, verlangte ich zu-erst die Freylassung der Franzosen und der Anführerder Revolutionsparthey, sowie die Arretirung der An-führer der Reaktion. Einige Tage hierauf Unterzeich-nete die Deputation des Senats, von Faypoult nachMayland begleitet, mit mir zu Montebello eine Ueber-einkunft, welche der genuesischen Oligarchie ein Endemachte.

Dieser sonderbare Vertrag, in welchem die fran-zösische Republik als Vermittlerin zwischen der alten.Regierung und dem genuesischen Volke auftrat, ent-hielt zwölf Artikel. Der erste erkannte an, dafs diehöchste Gewalt von der Gesammtheit aller Bürger aus-gehe. Die gesetzgebende Gewalt sollte zwey vertre-tenden Rathsversammlungen anvertraut seyn, dereneine aus dreyhundert, die andere aus hundertfünfzigMitgliedern bestände; die vollziehende Gewalt wurdeeinem aus zwölf Mitgliedern bestehenden Senat, demder Doge Vorstand, übertragen. Bis zur Einführungder neuen Regierung wurde die oberste Gewalt einer