Band 
Erster Band.
Seite
238
JPEG-Download
 

238

•widerspenstiger Pascha’s zuzugeben, sich nicht blind-lings auf die Seite unserer Feinde werfen würde, umeines Schattens von Oberherrschaft ivillen, die wir,streng genommen, eben so gut hätten anerkennen kön-nen, als die Mamelucken. Mit vollem Rechte durfteman hoffen, den Divan von unsern freundschaftlichenGesinnungen überzeugen zu können, sobald man nureinen geschickten Unterhändler an denselben abschick te,und Talleyrand sollte diese Aufgabe übernehmen.

Voll Vertrauen auf die Ergebnisse seiner Sendungbetrieb ich die Vorkehrungen zu meiner Abreise auf’slebhafteste.

Um die Aufmerksamkeit des Feindes von den Hä-fen des Mitlelmeeres,. wo Alles in voller T'hätig-keit war , abzulenken , benützte ich meinen Titel alsObergeneral der Armee von England dazu, eine In-spektion der Häfen an der Westküste vorzunehmen.Als ich bis nach Antwerpen gelangt war , überzeugteich mich bey dem Anblicke des herrlichen Beckensder Schelde von den unschätzbaren Vortheilen, diedieser wichtige Hafen uns eines Tages gewähren wür-de : er machte auf mich den nämlichen Eindruck, dendie schöne Newa Peter dem Gröfsen hervorgebrachthatte.

Unterdessen verdunkelte sich auf dem Festlandeder politische Horizont. Nach meiner Abreise vonRastadt hatte der Kongrefs seine Erörterungen wegendes Friedens mit dem Reiche begonnen. Nicht ohneMühe erlangten die französischen Bevollmächtigten dieAbtretung des linken Rheinufers; denn es wurde da-durch die Verfassung des deutschen Reichs umgestürzt,indem die drev Kurfürstenthümer, Maynz , Trier undKölln sich auf dem linken Rheinufer befanden. Diegröiseren Mächte jedoch fanden an den Säkularisatjo-