Band 
Erster Band.
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Die Oestreioher hatten den Fehler begangen, Bel-legarde vom Erzherzoge unabhängig zu machen , unddiesem Umstande ist es ohne Zweifel eben so sehr,als der Krankheit dieses Prinzen zuzuschreiben, dafsseine Armee vom 27• März bis zum 14. May in sonbegreiflicher Unthätigkeit blieb.

In dieser Zwischenzeit war Suwarof an der Chie-sa angekommen, und jagte Scherer hinter die Addazurück. Die französische Armee war durch Besatzun-gen , durch Gefechte und durch die Thorheit, ganzItalien besetzen zu wollen, auf achtundzwanzigtausendMann herabgekommen. Scherer zerstreute sie nochvon Pizzighetone bis Lecco. Der rechte Flügel, unterMontrichard wurde sogar auf das rechte Po - Ufer ge-worfen, um Modena und Bologna zu decken, oder mitToscana und Rom in Verbindung zu treten.

Das Direktorium war mit Recht über seinen Ge-neral aufgebracht und berief ihn zurück. Moreauübernahm das Kommando in der Nacht auf den 25-April, und ward mit Tages-Anbruch angegriffen, eheer noch die Zeit hatte, seine Stellungen zu verbessern.Obschon die Alliirten fünfunddreyfsigtausend Mannzu den Biokaden von Mantua, Peschiera und Ferraraverwendet hatten, blieben ihnen doch noch vierund-fiinfzigtausend an der Adda. Eine Linie von 20 Stun-den mit achtundzwanzigtausend Mann gegen eine dop-pelt so starke Macht decken wollen, ist eine Sacheder Unmöglichkeit. Moreau’s Abtheilungen werdenam 27- April bey Cassano und Vaprio angegriffen undim Centrum durchbrochen; Serrurier, welcher linksbey Verderio abgeschnitten wird, siebt sich in dietraurige Nothwendigkeit versetzt, die Waffen ablegenzu müssen. Suwarof hält zwey Tage später seinenEinzug in Mayland. Moreau, der kaum zwanzigtau-