Band 
Erster Band.
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Stadt am folgenden Tage militärisch besetzt werdenwurde. Sie machten sich daher noch in derselben Nachtnach Strafsburg auf den Weg. Kaum hatten sie Ra-stadt verlassen, als die Husaren, welche auf ihre Beutelauerten, die Wagen umringten; allein diese Soldaten,der erhaltenen Befehle nicht eingedenk und gröfsten-theils betrunken, hieben — ohne Unterschied der Per-son — scharf auf die Gesandten ein, und Jiefsen Bon-nier und Roberjeot todt auf dem Platze. Jean Debrv,am Arm und am Kopfe verwundet, rettete sich wiedurch ein Wunder, und fand sich mit Tages-Anbruchbey dem preufsischen Gesandten ein, um Schutz beydemselben zu suchen.

Diese unerhörte Verletzung der heiligsten Rechtebrachte auf Frankreich die Wirkung eines elektrischenSchlages hervor. Von allen Seiten erschallte der Rufzur Rache, und der National-Geist nahm einen Augen-blick wieder die kräftige ‘Gestalt von 1792 an. DasDirektorium benützte ihn dazp, die Militair-Aushehungzn beschleunigen, und, wenigstens für den Augenblick,seine Sache volksthümlicher zu machen.

Der Erzherzog Karl hatte seine Vortheile inzwi-schen nicht benützt: wenn er mit sechzigtausend Mannbey Schaffhausen über den Rhein gegangen wäre, undmit den vierzigtausend Mann unter Bellegarde einenvereinigten Angriff gemacht hätte, so wäre Massena, indas Engadin eingezwängt , verlören gewesen. Aberman gab den Franzosen Zeit, Jourdans ganze Armee,wie sie nach und nach in’s Eisais zurückkam, in, dieSchweiz zu bringen, und Massena, welcher das Kom-mando über dieselbe übernahm ; stellte seine Haupt-macht längs des Rheins bis nach Luziensteig auf,während er seinen rechten Flügel bis in das Engadinausdelinte.