Band 
Erster Band.
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Gleichgewichte. Ein Mutiger Kampf beginnt: beydeArmeen sind in gleichem Grade begeistert, die einedurch die Erinnerung a« frühere Siege, die anderedurch ihr neueres Glück; die Kräfte sind gleich, nurdie Generale sind verschieden.

Macdonald, welcher Moreau vom Fufse der Apen-ninen her auf seiner Linken erwartet, begeht denFehler, seine Angriffe auf die entgegengesetzte Seitezu richten, längs eines Flusses ohne Brücken, in wel-chen seine Truppen geworfen werden können. Suwa-rof, besser besonnen, richtet dagegen die seiuigen aufden entgegengesetzten Flügel, in der Ueberzeugung,dafs, wenn er den linken Flügel der Franzosen zumWeichen bringe, er unendliche Vortheile dadurch er-halten werde. Nach einem dreytägigen, merkwürdi-gen Kampfe wird die französische Armee, deren Hälfteschlagunfähig geworden war, nach Toskana zurück-geworfen. Sie scheint unfehlbar verloren zu seyn;allein Moreau hatte indessen Bellegarde in den Ebe-nen von Alexandria geschlagen; Suwarofs Armee selbstwar erschöpft, und da Kray auf ausdrücklichen Be-fehl seines Kabinets ruhig vor Mantua stehen blieb,so liefs der russische Feldmarschall, hierüber aufge-bracht, Macdonald Zeit, durch die Corniche von Pon-tremoli zurückzugehen, und seine Armee in einembetrübten Zustande an die Spezzia zu führen. Erhatte von Glück zu sagen, sie noch gerettet zu ha-ben. Dieser Unstern vernichtete vollends alle Hoff-nung, unsere Angelegenheiten in Italien, deren Schick-,sal bis dahin von der Vereinigung der beyden Armeen,abhängen konnte, wieder in’s Geleise zu bringen.

Suwarof batte nach seinem Siege an der Trebiaanfänglich die Absicht, sich auf Genua zu werfen, umuns gänzlich aus Italien zu vertreiben. Aber den