3 i8
i
Kaum hatte man diese Maafsregel beschlossen,als die Nachricht von der Schlacht an der Tre-hia die allgemeine Angst noch vermehrte. Sovielwohlverdientes Unheil wirkte verschieden auf die Par-theyen: die guten Franzosen seufzten, die Republika- jner waren aufgebracht, die innerlichen Feinde freuten isich darüber; aber Alle, wenn auch aus verschiede-nen Beweggründen, stimmten darin überein, den Fluchüber die Regierung auszusprechen, welche diese Uebelherbeygeführt hatte.
Wo sind denn die Sieger von Turcoing, von Fleu-rus , von Rivoli, von Castiglione? rief man von allenSeiten. Sind die Armeen nicht mehr aus denselbenSoldaten gebildet, aus denselben Generalen, welchenoch kürzlich den französischen Ruhm von den nori- (sehen Alpen bis an Böhmens Gränzen trugen? — Alsman mit mehr Aufmerksamkeit über die Ursachen desfrühem Glücks nachdachte, fand-sich, dafs man sienicht recht gekannt habe, und dafs sie durch grofse,hauptsächlich aber mit Geschicklichkeit angeführte Mas-sen selbst damals hervorgebracht worden seyen, alsman sie einzig der französischen Tapferkeit und der IVaterlandsliebe zuschrieb. Obwohl der Augenblick ei-ner Krise und einer Gährung zu Ueberlegungen weniggeeignet ist, so erkannte man doch, dafs man, denallgemeinen Zufällen zu viel zuschreibend , die Män-ner, welche fähig sind, den Sieg zu fesseln, zu we-nig gewürdigt habe. Ein allgemeines Geschrey erhobsich gegen Rewbei und gegen Talleyrand, welchemman vorwirft, des Erstem Rathgeber oder der Mit-schuldige seiner falschen Politik und seiner unerlaub-ten Eingriffe gewesen zu seyn. Selbst diejenigen, wel-che am wenigsten fähig waren, zu bestimmen, washätte geschehen sollen, sahen doch klar, dafs sie§chleclit