Band 
Erster Band.
Seite
455
JPEG-Download
 

455

unter die Oberherrlichkeft des Königs von Neapel zustellen, jedoch aber unter der Gevvährsc-haft von Rufs-land, 'Oestreich, Preufsen, .Spanien, England und Frank-reich. Wenn die Truppen des Ordens zu ihrem Schutzenicht hinreichend wären, so sollte jede dieser grofsenMächte ein Kontingent zu diesem Zwecke stellen. Mal-ta würde auf diese Art in Kriegszeiten respectirt wor-den seyn und allen Theilen als Lazareth gedienthaben.

England trat dieser Ansicht mit einigen Einschrän-kungen bey : es wollte, dafs die Besatzung in Ermang-lung von Mallheser-Truppen aus Neapolitanern bestehensolle. Da der Palast der Könige von Neapel sich imBereich der Kanonen der brittischen Flotten befindet,so wäre es diesen im Falle eines Krieges ein Leichtesgewesen, die Regierung beyder Sizilien in das Interes-se des Kabinets von St. James zu ziehen, und von ihr,wo nicht die Auslieferung von Malta, doch wenigstensden freyen Eingang ihrer Geschwader in dessen Hafenzu erlangen. Da ich nicht auf alle diese Forderungeneingelien_ konnte, und es nlein Wunsch war, dafs derOrden unabhängig bliebe, so schlug ich vor, auf solange eine Schweizer - Besatzung nach Malta zu le-gen, bis es im Stande seyn würde, sich selbst zu ver-theidigen. Im Ganzen war ich, ohne von meiner Seitedem Frieden ein Hindernils in den Weg legen zu wol-len, gar nicht ungehalten darüber, dafs sich die Ver-handlungen einige Monate hinausschoben , indem ichdie zu Beendigung der Organisirung der italienischenRepublik, deren Präsidentschaft mir von der damalsin Lyon versummelten Consulta übertragen worden war,erforderliche Zeit dadurch gewann. Es war mir wirk-lich nicht gleichgültig, vor oder nach Unterzeichnungdes Friedens zu einer ldeklamation Veranlassung zu