82
Incognito in drey Tagen nach Paris und von da nachBoulogne, wo Alles sich zur Einschiffung anschickte.
Während ich auf solche Weise zu Mayland, Tu-rin, Alexandria, Mantua und Genua die Grundsteinezu den weitumfassendsten Planen legte, steuerte Ad-miral Villeneuve in Gemäfsheit der ihm zugekomme-nen Befehle nach Europa zurück. Es war diese Rück-kehr, auf welche die Engländer keineswegs gefafstwaren, ganz dazu geeignet, sie in Bestürzung zu ver-setzen; sie hatten nur io Schiffe ‘ unter Admiral Cal-der vor Ferrol, woselbst sich 18, sowohl französische,als spanische befanden. Nur 5 Schiffe, unter Admi-ral Stirling, lagen vor Rochefort, wo wir deren 6 undeine gleiche Anzahl schöner Fregatten hatten, die, un-ter den Befehlen des Admirals Lallement, bald Gele-genheit zum Auslaufen fanden. Da Villeneuve mehrals 14 Tage vor den englischen Aviso-Schiffen voraushatte, so wäre es ihm wohl nicht schwer gefallen,Calder vor Ferrol zu überraschen, Jagd auf ihn zumachen, das in diesem Hafen befindliche combinirte Ge-schwader an sich zu ziehen, nach Rochefort zu steuernund mit 40 Schiffen gegen Brest vorzurücken. Alleindurch ein unbegreifliches Mifsgeschick legten die eng-lischen Aviso’s, von heftigen Windstöfsen begünstigt,den Weg in solcher Schnelligkeit zurück, dafs sic nochzeitig genug anlangten, um ihre Stationen in Kenntnifssetzen zu können; die von Rochefort erhielt den Be-fehl, unverzüglich zu Calders Station zu stofsen: vondiesem Augenblicke an war die vorgehabte Vereini-gung ohne eine Schlacht schon nicht mehr möglich.
Calder, an der Spitze von 15 Schiffen und 3 Fre-gatten , traf, den 22. Joly , in der Höhe des Vofge-birgs Finisterre auch wirklich auf Villeneuve, der 19Schiffe und 8 Fregatten befehligte* Neblichtes Wetter