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Zweyter Band.
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j 2 —1500 Mann davon gekommen zu seyn. Nicht we-niger kostete dieses Gefecht die Alliirten, die in derPerson des Generals Schmidt, eines Freundes und Waf-fengefährten des Erzherzogs Karl, einen empfindli-chen Verlust erlitten; bey dem Angriffe auf Loi'benstarb er den Tod des Tapfern.

Es hatte dieses Ereignifs keine Veränderung inder Lage der Dinge zur Folge. Ich hatte es einiger-anafsen vorausgesehen; denn nach meiner Ankunft zuMolk hielt ich Lannes und Murat an, welche, meineBefehle überschreitend, raschem Schrittes nach Wieneilten, als ich es wollte; ich liefs sogar Soult vonSieghartskirchen nach Mautern zurückziehen; Berna-dotte verblieb zu Molk. So wie ich aber, am 12.5zu St. Pölten den Ausgang jenes Gefechtes und Mor-tier’s Rückkehr auf’s rechte Donauufer erfuhr, so er-wog ich eiligst, was mir weiter zu thun blieb. Mu-rat’s weit gegen Wien vorgerückte Stellung und dieGewifsheit, dafs kein feindliches Korps die Annähe-a'Ung an die Stadt deckte, gab mir die Hoffnung, rasch

liineinstürzen, die Ungeheuern Donaubrücken überfal-len und auf die Strafse von Mähren debouchiren zu kön-nen , noch ehe Kutusof von Krems dahin gelangt seynwürde.

Noch mehr wurde ich hiezu durch die Rückkunftdes Grafen Giulay in mein Hauptquartier, den 12- No-vember, angetrieben. Statt mir die Einwilligung sei-nes Monarchen in die ihm von mir vorgeschlagenenBedingungen zu überbringen, meldete er mir blofs,dafs Preufsen sich endlich, am 3. November, ent-schlossen habe, mit den Russen und Oestreichern ge-meinschaftliche Sache zu machen. Ich kannte dieLangsamkeit und Unschlüssigkeit des Wiener Kabi-nets; ich war gefafst, einen grofsen Streich zu füll-