I?2
Gebirge nach Czeitseh ein; sie wurden hiebey von denUnsrigen lebhaft verfolgt. Die wenige Artillerie, dieder Feind vom Centrum und von dem linken Flügelgerettet hatte, gieng bey diesem Rückzuge verloren,der über furchtbare von dem Regen am vergangenenTage und dem Tliauwetter unfahrbar gewordene Wegeführte. \
Des Feindes Lage war schrecklich: ich hatte ihmdie Strafse nach Wischau abgenommen, die er aberauch aufserdem nicht hätte benützen können, da Al.les auf derselben zerstört war, und die Trümmer sei-nes linken Flügels sie nicht mehr hätten erreichenkönnen. Er war daher gezwungen, den Weg nach Un-garn einzuschlagen; allein Davoust, dessen eine Di-vision von Nikolsburg her kam, konnte durch einenFlankenmarsch vor ihm nach Goeding gelangen, wäh-rend wir seiner Queue lebhaft nachdrängten. Die durcheinen Verlust von ißo Kanonen und 25,000 Todten,Verwundeten und Gefangenen, eine Menge von Ver-sprengten nicht mitgerechnet, sehr geschwächte Armeebefand sich in der gröfsien Unordnung. Der Kaiservon Oestreich wollte das Schicksal der Monarchie ei-nem letzten Gefechte, das Alles verderben konnte,nicht anvertrauen. Er schickte den Fürsten JohannLicliteustein an mich ab, um eine persönliche Zusam-menkunft mit mir zu begehren; sie fand den andernTag auf dem Bivouak, am Rande eines Grabens, Statt.
Es hielt nicht schwer, uns zu verständigen; ichhatte einen mächtigen Beweggrund , die Sache zu Endezu bringen; der Erzherzog Karl traf an der Donau ein;durch seine Anwesenheit, angefeuert, konnte Ungarn auf-stelien ; die Reserven des Feindes näherten sich Ollmiitz;der Erzherzog Ferdinand verjagte Wrede’s bayrischeDi-vision aus Iglau; Preufsen drohte, mit 100,000 Mann