Festung kapitulirte. Die Jcoo Mann starke Besatzungdurfte, was wir ihr auch nicht streitig zu machen imStande gewesen wären, nach Sizilien abziehen. Inner,halb drey Monaten waren l 17,000 Kanonenkugeln und20,000 Bomben aus der Festung vershossen worden.
Sobald durch diese wichtige Eroberung Massenader Besorguil's einer feindlichen Landung enthoben war,brach er von Neapel auf, um zu Reynier zu stofsen,und an der Spitze von 15,000 Mann Kalabrien zu un-terwerfen. Nachdem er die Insurgenten bey Cocozzavollständig geschlagen hatte, zerstreute er, zwar ohnegrofse Mühe, jedoch auch nicht ohne Gefechte, diesendurch seine Priester aufgeregten Schwarm von Meuterern.General Stuart, der durch zu grofses Vertrauen aufihren Beystand und weiteres Vordringen in’s Innere desLandes die Ehre der brittisehen Fahne nicht, auf’sSpiel setzen wollte, hielt nicht fiir rä'thlich , sich ge-gen überlegene Streitkrä'fte zu schlagen, und schifftesich den 5 Septemher wieder nach Messina ein.
Durch zweckmäfsige Anwendung von Strenge, That-kraft und Nachsicht, erlosch nach und nach der Auf-stand, und Joseph durfte sich vermittelst seiner ganzväterlichen Regierung für fest begründet auf Ferdi rnands IV. Throne halten.
Nun blieb mir Nichts mehr übrig, als DeutschlandsSchicksal zu bestimmen, das in Bezug auf die Ausfüh-rung meines grol'sen Föderativ-Projekts von gröfsererWichtigkeit, als alles Uebrige, war.
Durch die Reformation, den dreyfsigjä'hrigen Kriegund den westphälischen Frieden, sodann durch KarlTheodor’s Kriege gegen Kaiser Leopold, durch dieFriedrichs des Grofsen gegen Maria Theresia, undnicht minder durch den Krieg von 17QO • hatte dasdeutsche Reich harte Stöfse erlitten. Nimmt man hie-