213
busen von St. Euphemia. Reynier, der in aller Eileeine 6,000 Mann starke Division zusammengezogenhatte, marschirte ihm entgegen, und griff ihn am 4July auf den Hohen zwischen Mayda und dem Meerean; allein er wurde nachdrücklich zurückgeworfen,und mufste sich auf Crotona zurückziehen. DieseSchlappe gab nun wirklich das Signal zum allgemei-nen Aufstande. Die durch die Sturmglocke herbeyge-rufenen Kalabresen fielen über alle unsere vereinzel-ten Detachements her; auf der ganzen Halbinsel wur-den unsere Soldaten, denen es nicht gelang, sich mitdem Säbel in der Faust einen Ausweg zu bahnen, er-mordet.
Mittlerweile drückte Massena immer stärker aufGaeta. Der General des Geniekorps, Vallongue, derdie VorberJitungswerke und die Aufstellung der grof»sen Breche-Batterie leitete, wurde den 14 Juny durcheine Kanonenkugel getödtet.
Mit seltener Ausdauer waren bis zum 2g. die Ar-beiten fortgesetzt worden; denn seit zwey Monatenwurden unsere Truppen mit allen Arten von Geschos-sen aus der Festung überdeckt, ohne dal’s sie eineneinzigen Kanonenschufs dagegen thaten. An jenemTage endlich eröffneten die durch des Generals DedonEifer mit 50 Dreyunddreyfsigpfündern und 24 Mörsernvon noch schwererem Kaliber versehenen Batterieen, inGegenwart des Königs, ihr Feuer auf einmal. Dpi- Prinzvon Hessen liefs es hartnäckig beantworten ; allein amzehnten Tage erhielt er eine schvvere Kopfwunde, dieihn zur Abgabe des Oberbefehls nülliigte. Die Brechewurde bey der Citadelle eröffnet ; eine zwey.te, schwie-rigere, wurde in der dreyslockigea R*stey, welchedie Fronte beherrschte, angebracht. Massena hatte be-reits 2,500 Grenadiere zum Sturme beysammen, als die