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Zweyter Band.
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Es wurde dieser Bundes-Vertrag nach Wien ge-schickt, um Oestreich’s Zustimmung zu erhalten. Auchan Berliner und den Minister Otto in München schickteich ihn, um ihn entweder gegen die Ratifikation aus-zutauschen, oder, im Falle Oestreich solche verwei-gerte, meine Armee augenblicklich wieder an den Innrücken zu lassen.

Das Wiener Kabinet, dem er zu derselben Zeit mitder Kunde von dem durch d’Oubril UnterzeichnetenVertrage zukam, hielt nicht für gut, ohne Armee undohne Bundesgenossen einen Krieg blofs darum zu wa-gen, um den schon seit einem Jahrhunderte zum Schat-tentitel heruntergesunkenen Namen eines Wahl-Ober-hauptes des alten Reich’s der Ottonen zu behaupten.Es schien ihm gerathener, einer Krone zu entsagen,die ihm mehr als einen verderblichen Krieg zugezogenhatte, ohne ihm je eine Aussicht auf gleichwertigeVortheile zu zeigen, — auf einen pomphaften, aberblofs lebenslänglichen Titel zu verzichten, um dafürsich den eines erblichen Kaisers von Oestreich, Ungarn,und Böhmen heyzulegen. ,

Franz II. entsagte demnach in seiner Erklärungvom 6 August der deutschen Krone, die er im Jahr1792 erhalten hatte, und eröffnete unter dem NamenFranz I. die Pieihenfolge der öslreichischen Kaiser.

Ich mofs gestehen, dieser Entschlufs übertraf mei-ne Erwartung', ich war eher darauf gefafst, jene Zu-stimmung in Wien selbst, einholen zu müssen ; auchist kein Zweifel, dafs der von d’Ouhrii UnterzeichneteVertrag nicht viel zu diesem Erfolge beygetragen habe.

Dieses Ereiguifs, das unmittelbar nach der Ernen-nung meines Bruders Ludwig zum Könige von Holland,und meines Schwagers Ivlurat zum Grofsherzoge vonBerg, in Berlin bekannt wurde, mufsto Preufsen neue