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Zweyter Band.
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Kaiser Alexander mifsbilligte laut von Oubril’sBenehmen; er fiel in Ungnade, und der Reichsratherklärte, er habe seine Vollmachten überschritten.Ohne Anführung weiterer Gründe versagte der Kaiserseine Ratifikation.

Diese Versagung beleidigte mich, weil sie meinenHoffnungen entgegen war. Meine Journale erhoben einlautes Geschrey ; man bedient sich dieser Instrumentezu Hervorbringung eines augenblicklichen Eindrucks^ThÖricht wäre es, meine Gesinnungen nach diesen stu-dirten Ausfällen beurtheilen zu wollen; nicht aus Zei-^tungen schreibt man Geschichte.

Hatte ich auch umfassende Plane für Frankreichsund meines Kaiserstaates Gröfse, so war ich doch nichtalbern genug, mir einzubilden, dafs diese Plane aus-geführt werden könnten, ohne mir die Feindschaftmeiner Nachbarn zuzuziehen, denen daran gelegenseyn mufste, mir die auserwählte Rolle streitig zumachen. Wir haben uns wechselseitig des Ehrgeitzesund übertriebener Anmafsungen beschuldigt: diefs Al-les ist ganz in der Ordnung; sowie aber der Augen-blick des Interpsse’s vorüber ist, so gehört es sich,dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist. Ich ver-muthe, der Kaiser von Rufsland würde in meiner Lageeben so, wie ich, gehandelt haben. Ich wenigstenshätte an seiner Stelle keinen Augenblick angestanden,die Plane des grofsen französischen Kaisei’reichs aufDeutschland zu bekämpfen.

Das Petersburger Kabinet verweigerte demnachunter dem 24 August seine Genehmigung, und allerWahrscheinlichkeit nach wurde es hauptsächlich durchdie Errichtung des Rheinbundes hiezu veranlafst.Dieser Vertrag war vom {2 July, aber am 20, an wel-chem Tage von Oubril den seinigen Unterzeichnete,