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Zweyter Band.
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längliche Entschädigung dafür geben wolle, diesen An-schein von Treubruch, um alle Gemüther gegen michaufzuregen. Man wollte mit Gewalt blofs einen treu,losen Verbündeten in mir erblichen, der mit der einenHand nehme, was er mit der andern Hand gab j einenGebiets - Verlitzer, der nach Gutdünken über Alles,Was ihm nicht gehöre, verfügte. Man gieng sogar 90weit, dafs man bekannt machte, ich hätte Oubril be-stochen, und ihm, um seinen Herrn zum Frieden Undzur Anerkennung meiner Kaiserwürde zu vermögen,die Theiluug Preufsens und die Abtretung Warschau’»au den Grol'sfürsten Konstantin vorgeschlagen.

Es bedurfte keines so albernen Mährchens mehr,Um die schon seit einem Jahre in Gährung befindli-chen Köpfe sehwindlich zu machen. Auf einmal fälltes den Prcufse'n wieder ein , dafs sie die Verwahrervon dem Ruhme des grofsen Friedrichs sind: die Regie-rUng, die zuerst die Aufwallung unterdrückt hatte,geht nun ihrerseits mit dem Beyspiele voran. DerKönig erblickt in dem Verluste Hannovers nichts An-deres, als den der Monarchie selbst, des letzten Un-terpfandes seiner Sicherheit, der persönlichen Ehreseines Königthums. Nichts bleibt ihm mehr übrig,als rühmlich zu fallen, oder als Feigling dazustehen.Der allgemeine Ruf: zu den Waffen! ertönt vomPotsdamer Paradcplatz bis Königsberg: der Krieg istentschieden, ohne nur einmal Rul'slands Mitwirkungabzuwarten. Man unterhandelt ein Bündnifs mit dem-selben, will aber die Ankunft seiner Truppen nichtabwarten; denn ein Ehrenkrieg leidet keinen Aufschub.

So folgt auf eine lange Erstarrung ein ritterlichesAnfbrausen. General Knobelsdorf, der an die StelleLucchesini’s als Gesandter nach Paris gekommen war,übergieht mir ein aufserordentliches Ultimatum, das