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Zweyter Band.
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Kreuzten, drängten, zerstreuten sich; nie gah es einenso beklagenswerthen Anblick, als etwa in der Nachtnach der Schlacht von Waterloo. Die Einen zogenErfurt, die Andern Colleda zu; das Gros erreichte Söm-merda, aber in einer gränzenlosen Verwirrung.

Blücher, der mit 6,000 Pferden von Colleda nachWeissensee gelangte, sah sich daselbst durch Iflein’sDragoner-Division zuvorgekonimen, und rettete sichdadurch, dafs er ihn versicherte , ein Waffenstillstandsey abgeschlossen.

Kalkreuth, bey Greusen von Soult’s Korps gedrängt,■wollte sich der gleichen Kriegslist bedienen, er wurdeaber eingeholt und über den Haufen geworfen; im kläg-lichsten Zustande erreichte er Sondershausen. Hiersammelte auch Hohenlohe seine Trümmer.

Möllendorf, der sich mit 6,000 Mann und g,oooVerwundeten nach Erfurt geflüchtet hatte, wurde vonMurat und Ney daselbst eingeschlossen. Der Gouver-neur dieses zu einer tüchtigen Verteidigung geeigne-ten Festplatzes kapitulirte Tags darauf, und übergabsogar die beyden vortrefflichen Citadellen, die ihn be-herrschen.

So hatte also ein einziger Tag über das Schicksalder preufsischen Monarchie entschieden ; wir waren be-reits im Besitze von 60 Fahnen, 200 Stück Feldgeschü-tzen und 25,000 Gefangenen. Um dem Feinde jedochkeine Zeit zu. geben, sich fassen und seine Streitkräftereorganisiren zu können , durfte man ihn nicht einenAugenblick zu Athem kommen lassen: ich nahm meineMaafsregeln hienach.

Obwohl der Herzog von Brannschweig die Absicht,seine Macht zu concentriren, öffentlich ausgesprochenhatte, so that er es dennoch nicht, oder so schlecht,dafs seine Armee auf frischer That ertappt wurde.