Wieder; er Leschlofs seine Tage einige Monate spaterin Rendsburg, und man glaubt, dafs der Kummer überjenes grausame Missgeschick sein Ende beschleunigt hat.
Wenn auch das Staatsinteresse einen solchen An-griff zu rechtfertigen vermöchte, und wenn das Loud-ner Kabinet durch Vorschützung dieses Grundsatzesder hohem Politik Gnade vor den Augen Europa'»finden könnte, so wäre es doch wenigstens billig gewe-sen, auch meine Handlungen mit gröfserer Nachsichtzu beurtheilen, als es der Fall war; ich habe deren nichteine einzige begangen, die nicht verzeihlicher gewesenWäre, als diese, obgleich der Erfolg von mancherdem Interesse meines Reiches eben so gut entsprochenhaben möchte.
Sowie ich von der Annäherung der feindlichenGeschwader in Kenntnifs gesetzt wurde, ertheilte ichBrune den Befehl* Alles für die Unterstützung der Dä-nen anzuwenden.
Nach dem Frieden voii Tilsit gieng es auch fürSchweden nieht mehr an, in seinem nahen Verbändemit England gegen das mit Rufslaud vereinigte Frank-reich zu verbleiben; es hätte sich dadurch seinem ge-wissen Verderben ausgesetzt. Gustav IV, blofs seinenLeidenschaften Gehör gebend Und ganz stolz auf die—■ von den Engländern über die von ihm verabscheu-ten Dänen — errungenen Vortheile, entblüdete sichnicht, dem Ungewitter, das ihn bedrohte, Trotz jtubieten, und kündigte den Waffenstillstand von Schlat-kow selbst auf. Man behauptet, das Versprechen, ihmNorwegen und sogar eine der dänischen Inseln zukom-men zu lassen, habe ihn zu diesem verzweifelten Ent-schlüsse bewogen.
Marschall Brune erhielt den Auftrag, sich Stral-sund’s zu bemächtigen. Dieser Festplatz, der von der