tmrt 80 Kanonen zu debouchiren, war keine leichteAufgabe. Massena war es nicht unbekannt , dafs ichdiesen heynahe unnehmbaren Posten über Lambachumgehen lassen wollte, allein die ungestüme Tapfer-keit des Generals Cohoin zog ihn mit in ein blutigesGefecht hinein.
| Drey — unklugerweise herwärts der Brücke stehen
i gelassene österreichische Bataillons wurden über denj °
j Haufen geworfen und mit dem Degen in den Rippenbis an die Stadtthore, die man ihnen verschlofs, ver-folgt. Cohorn liefs die Thore einsprengen und drangin die Hauptstrafse. Massena glaubte, ihn unterstützenlassen zu müssen, anfänglich durch den Rest der Divi-sion Claparede , sodann durch die Division Legra/id.Mit Erbitterung schlug man sich von Strafse zu Strafseivon Haus zu Haus.
Clajaarede hatte sich gerade des Schlosses bemei-stert, als Hiller vier neue Kolonnen mit gefälltem Bn-jounet in die Stadt dringen liefs. Es entstand ein ent-setzliches Gemetzel : das Feuer ergriff die mit Verwun-f deten und Kämpfenden angefüllten Häuser: die Ver-l Sperrung der Strafsen machte jeden Ausweg unmöglich.In keinem Kriege hat noch ein so gräulicher AuftrittStatt gefunden. Des Blutvergiefsens müde, räumtendie Oesterreicher Ebersberg, und unsere Truppen de-' bouchirten gegen die Höhen, wo ein noch ungleichererKampf sich entspann. Durch die Ankunft der Reiter-: Division Durosnel auf dein rechten Ufer, und durchdie Ueberzeugung, von Lannes überreicht und umgan-gen zu werden, wurde jedoch Hiller bewogen, sich ei-| ligst auf Enns zurüekzuziehen.
^ Da Lannes an demselben Tage von Lambach aufjj Steyer debouchirt hatte, so war in der That dieses' ganze Gemetzel überflüssig. Ich bezeugte MassenANapoleon s Leben. 3 ter Band • II