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Dritter Band.
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Massena erhielt den Oberbefehl über Alles, was aufder Insel blieb.

Wir waren nun zwar auf der Insel Lobau .zurück,allein darum noch nicht aus aller Verlegenheit. DieKommunikation mit dem rechten Ufer war noch nichthergestellt. Meine Armee verbrachte 48 Stunden aufder Insel ohne Lebensmittel, und nur mit wenig Mu-nition versehen. Glücklicherweise dachten die Oester-reicher nicht weiter daran, sie zu beunruhigen.

Allgemeine Meinung ist es, dafs wir verloren ge-wesen wären, wenn sie den andern Tag angegriffenhätten; es wäre uns unmöglich gewesen, dem Feuerihrer 300 Feuerschlünde zu widerstehen. Ich habediese Ansicht nie getheilt; die Insel Lobau bildet eineigentliches verschanztes Lager, über dessen 70 Ruthenbreiten Graben man vor einer Armee, die auf die Wahl,zu sterben oder zu siegen, zurückgebracht ist, nichtso leicht gelangt. Die Entfernung der Batterieen warbedeutend: auch wir hatten die unsrigen, und der Feindwufste nicht, in wölch ärmlichem Zustande unsereMunitionswägen sich befanden. Ueberdiefs kamen unsschon an demselben Abend mehrere grolse Barken mitMunition zu. Die Wurfgeschütze hätten uns ohneZweifel Schaden zugefügt; wir waren aber durch einmitten auf der Insel befindliches Gebüsch gedeckt, undmeine Soldaten, die ungedeckt am 22sten fest dieStirne geboten hatten, wären beym Einschlagen eini-ger Kugeln nicht in die Donau gesprungen. Drangdie feindliche Infanterie auf die Insel, so hatten wir'gleiches Spiel: ich konnte Hals über Kopf auf sie ein-brechen, und sie in die Donau sprengen, die sie, gleichuns, im Rücken hatten.

Die Möglichkeit, uns in noch gröfsere Verlegenheitsetzen zu können, will ich jedoch hiedurch nicht in