2C8
von wo er auf Befehl des Erzherzogs Johann seinenRückzug nach Kä'rnthen nehmen mufste. Er schlugeinen Räumungs - und Waffenstillstands - Vertrag vor;Wrede antwortete ihm durch die Mittheilung des De-krets , das einen Preis auf seinen Kopf setzte. Eshatte mich dieser Aufstand gegen ihn aufgebracht;ich stand auf einem Vulkan: aus einem mit Frankreichvereinigten Lande gebürtig, hätte er, wenn er mirnicht dienen und lieber den Krieg gegen mich führenwollte, es als rechtlicher Soldat thun, und nicht Auf-ruhr gegen mich predigen sollen; ich behandelte ihngleich einem Banditen: sein Gehirn wurde dadurchangegriffen. Die nunmehr verlassenen Tyroler hieltennicht für gut, Inspruck zu vertlieidigen ; Lefebvre rückteden iq May daselbst ein. Das Aufruhrs Committe be-schloi's, dem König von Bayern das Versprechen seinerUnterwürfigkeit zuzuschicken. Dessenungeachtet bliebdas Land zum Theil unter den Waffen, und kaum ver-mochte die Anwesenheit der Bayern die höchst erbit-terten Thalbewohner im Zaume zu halten.
ln Pohlen hatten unsere Waffen anfänglich einigeUnfälle erlitten. Der Erzherzog Ferdinand war an derSpitze von 36,000 Mann auf Warschau marschirt, undbemächtigte sich dessen ohnegrol'se Anstrengung. Nach-dem Poniatowsky sich bey Razyn gegen eine doppeltstarke Macht sehr brav geschlagen hatte, schlofs ereinen Ra'umungs vertrag, und zog sich an die Narevv,unter dem Schutze ModJin’s zurück. Die Regierungflüchtete sich nach Tykoczin.
Nach diesem schönen ersten Auftreten dehnt sichFerdinand längs der Weichsel aus, schlägt bey Göh-ra eine Brücke, befiehlt sie zu verschanzen, und schiebteine Vorhut unter Mohr, bis Praga vor, dessen Brücken-kopf die Pohlen vertheidigen. Poniatowsky benützt