Band 
Dritter Band.
Seite
270
JPEG-Download
 

270

sehende Ueberspannung gegen mich in Harnisch ge-bracht hatte, dringt durch den Kreis der mich umge-benden Generale, und stellt sich vor mich. Nicht ge-wöhnt an Verbrechen, stocht er, stammelt einige Worteund zieht sich zurück; bald aber erscheint er zumzweyten Mal. Rapp, dem diels aulfällt, slöfst den ger-manischen Brutus zurück, bemerkt, dafs er verborgeneWaffen bey sich trägt, und läfst. ihn arretiren. EinemKriegsgerichte übergeben, gesteht dieser SchwärmerAlles, was er im Sinne führte, und bezahlt natürlichmit seinem Leben einen Versuch, an dessen Gelingenso wenig gefehlt hatte. Er war ein Sachse, und hiefsStabs.

Die zwischen den Bevollmächtigten zu Allenburgund zwischen Maret und Bulma angeknüpfte doppelteUnterhandlung vermochte nicht, Oesterreich zu denvon mir verlangten Opfern zu bewegen. Es machtesich übertriebene Vorstellungen von seinen eigenenHiilfsmitteln und von meiner Verlegenheit; allein dieNachricht vom Rückzuge der Engländer, die geringeHoffnung, nach einem solchen Ereignisse Preufsen insein Interesse ziehen zu können, und endlich die leineArt, auf welche dev Herzog von Bassano den österrei-chischen Abgeordneten von den Verstärkungen, die mirzugekommen seven, und die mir noch weiter zukom-men würden, in Kenntnifs setzen liefs , bewog Franz I,sich unter das Joch der Notliwendigkeit zu beugen.Bubna war zu Ende Septembers abgereist, um die ihmvon Maret in meinem Namen gemachte Vorschlägesine qua non dem Kaiser zu, überbringen; er kammit demselben Fürsten von Lichtenstein zurück, derden Waffenstillstand von Austerlitz unterzeichnet hatte.Er war einer der tapfersten Reiter - Offiziere , ein gu-ter Staatsbürger, aber mittelmäfsiger Politiker. Seine