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und über Lugo in dem Augenblicke herfiel, wo manam wenigsten darauf gefafst war. *)
Tapfer vertheidigte sich das 6gste Regiment indieser Stadt, um Ney’s Rückkunft abzuwarten, alsauf einmal Soult zu seiner Befreyung erschien. Die-ser Zufall war um so glücklicher, als Carrera’s undMorillo’s Divisionen den General Maucune zu Caldesde Rey angegriffen , sich St. Jakob’s bemächtigt hat-ten und Corunna bedrohten. Durch Ney’s Rückkehrund seine Vereinigung mit Soult bey Lugo wurde Ga-licien in wenig Tagen vom I'einde gesäubert.
Die Schwierigkeiten waren zwar nun für den Au-genblick beseitigt, allein nicht völlig gehoben. Soulthatte sich wieder mit Waffen, Scliielsbedarf und eini-gen leichten Geschützen aus den Zeughäusern von Ga-licien versehen; allein La Romana befand sich zuOrense , und es war anzunehmen, dafs die anglo-por-tugiesische Armee sich entweder auf Almeiua, oder demTajo zu wenden würde; es war dringend, sie aufzu-suchen. Soult und Ney kamen überein , in Gemein-schaft agiren zu wollen; der erste zog durch die Ge-
l) Wenn unsre Truppen auf einer Strafse hinzogen, so streif-ten ihre Seitendeckungen zwar die nächstgelegenen Höhen ab,durften sich aber nicht weit entfernen. Sie bemerkten danngewöhnlich auf der nächsten Anhöhe zahlreiche) Gruppen, dieman natürlich für Einwohner hielt, weil sie, »o wie wir nä-her kamen, immer die Flucht ergriffen. Durch diese Bauern-Piänkler gedeckt, konnte eine spanische Armee in einem Sei-ten-Thal neben unsern Trappen her- oder vorbeyzlehen, ohnedafs wir nur eine Ahnung davon hatten. Diefs geschah hier.La Romana machte mit Ney ein eigentliches Chassez-croi-sez. Er zog auf eine Stunde von dessen Kolonne vorüberund fiel über unsere friedlichen Kantonnirungen ln Lugo und