322
flacht, seiner Armee einen furchtbaren Zufluchtsort zusichern, um ihr im Falle eines Rlil’sgeschiclies eineKatastrophe, gleich der von Corunna, zu ersparen, undihr Zeit zu verschaffen, unsere Kräfte abnützen, Un-terstützung abwarten, oder im schlimmsten Falle sichin aller Sicherheit einschiffen, und ihre Thätigkcit ge-gen einen andern Punkt der grofsen Halbinsel verwen-den zu können. Zu diesem Zwecke liefs er sogleichnach seiner Zurückkuuft von Sevilla ein ungeheuresverschanztes Lager auf den Höhen von Torres Vedrnsabstechen, welche die Basis des durch die Mündungdes Tajo und das Meer gebildeten Dreyecks, in dessenSpitze Lissabon gelegen ist, ausmachen.
Die Klugheit dieser Maal'sregeln wurde durch diespäteren Ereignisse um so mehr bestäligt, als La Ro-mana’s Aufenthalt in Sevilla den Erfolg nicht hatte,den man sich davon versprach. Bald war er daselbstmit der Junta in Streit gerathen. Es zeigte sich dieseeifersüchtig auf die National-Unabhängigkeit, und be-handelte die Engländer als Hiilfstruppen, Welche eineverstellte Uneigennützigkeit gegen Spanien heuchelten.Mit Recht nahm sie an, dafs der grofse Eifer, den die-selben in dieser Sache bewiesen, weniger für Spa-nien, als für England selbst gelte; sie hatte sich ge-weigert-, englische Truppen in Cadix aufzunehmen.Ihrer unzeitigen Eifersucht schrieb Wellington Cuesta’sBenehmen, und den geringen Erfolg von der Unterneh-mung auf Madrid zu. Beyde hatten eigentlich nach ihrenAnsichten Recht; aber eine solche Verschiedenheit derInteressen konnte unserer Sache eben so sehr dienen,als die Gewalt der Bajonette. Die Engländer, die LaRomana ganz für sich gewonnen hatten, überredetenihn, die Junta würde durch eine übeiverstandene Natio-nal-Eitelkeit Alles verderben, und bewogen ihn zu deren