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Dritter Band.
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Aufruhr, heftiger als alle vorhergegangenen, aufs Neueity der Hauptstadt ausbrach; der treulose Muphti unddie Ulemas setzten die Yamacks und Janitscharen,deren anarchische Privilegien von Seiten des unbeug-samen Monarchen bedroht waren, wiederholt in Bewe-gung. Eine rasende Menge stürzt den 14 Novembernach den herrlichen Kasernen der nach neuer Art or-ganisirten Truppen, steckt sie in Brand, und verbrennteinige hundert Soldaten, die sich gleich Verzweifeltenwehrten. Zu gleicher Zeit werden das Serail und derPallast des Vezier’s Mustapha-Baraictar angegriffen.Ersteres wird durch 4,000 Tapfere verthcidigt, siemachen bey Annäherung der Aufrührer einen herzhaf-ten Ausfall. In Kurzem ist Konstantinopel blofs einungeheures Schlachtfeld ; die Aufrührer legen überallFeuer ein, um ihre Gegner damit zu umkreisen. Män-ner, Weiber, Kinder werden der Raub der Flammen,oder der Wuth der Kämpfenden. Der Pallast des Ve-zier’s wird mit ihm selbst verbrannt. Erschreckt durch,so furchtbare Auftritte, befiehlt der Sultan seinen Trup-pen , in das Serail zurückzukehren: diefs ist die Lo-sung zu ihrem Verderben. Nach einem achtundvier-zigstündigen überaus blutigen Gefecht, fällt der grüfsereTheil derselben unter den Streichen der Janitscharen,die übrigen ergeben sich, unter Verwünschung ihrerAnführer, denen sie die Herbeyführung dieser Kata-strophe zur Last legen. Sultan Mustapha, seit vierMonaten im Gefängnisse und von den Aufrührern un-ter grofsem Geschrey zurückverlangt, endet als einOpfer der Wuth seines Bruders Mahmud unter derverhängnifsvollen Schnur, und dieser, einziger Spröfs-ling der Familie, welcher zu regieren im Stande ist,wird — ein bemerkenswerther Umstand .— von den-selben auf dem Throne erhalten, die ihn in Ket-