Sechsiehntes Kapitel.
Napoleon’s Heyratli mit der Erzherzogin Marie Louise von Oester-reich. Ereignisse und Feldzug vom Jahre ijio. VereinigungRom’s mit dem französischen Kaiserreiche. Andalusien wirdvon Soult und Joseph erobert; ihr Unternehmen auf Cadixmifsgltickt. Massena füllt auf’s Neue in Portugal ein Wel-liiv on zieht sich nach seinem Siege bey Busaco in das ver-schanzte Lager bey Lissabon zurück. Suchet’s glänzende Waf-fenthaten bey Lerida und Torlosa. Holland’s und des nörd-lichen Westphalen’s Einverleibung in das französische Kaiser-reich. Senatsbeschlufs in Betreff der Einverleibung Rom’s undder zeitlichen Macht efer Päpste. Religiöse Erörterungen.
Das Ergebnifs des Krieges von 1809 bewies, da 1.8ich mich nicht in meiner Rechnung geirrt hatte, alsich hoffte, Oesterreü'li u d den Anglo-Spaniern auf derHalbinsel zumal die Stirne bieten zu können.
Nun handelte es sich darum, meine erstaunlichenErfolge zur Vergröi'serung und Befestigung meinesWerkes zu benutzen; eine grofse Familien-Verbindungschien mir das sicherste Mittel hiezu. Ich hatte keineKinder; es lag am Tage, dafs nach meinem Tode dieBourbonen aurückkehren würden; sie allein hatten einRecht auf den Thron, und keiner meiner Brüder wäreim Stande gewesen, ihnen dasselbe streitig zu machen:wenn ich auch Joseph, Hieronymus und Ludwig, gleichmir, den Königs-Mantel umgeworfen hatte, so konnteich ihnen doch nicht auch zugleich die öffentlicheAchtung und das Verdienst, nothwendige Erfordernisse,um sich denselben für die Dauer zu erhalten, verlei-hen. Lucian hatte sich durch eine lächerliche Oppo-