Band 
Dritter Band.
Seite
410
JPEG-Download
 

dort einzuholen. Die Freyburger Trappisten dientendieser Korrespondenz als Boten; bev ihnen wurde siegedruckt, und sie circulirte nun im ganzen Kaiserthumevon Pfarre zu Pfarre.

Von diesem Aufruhrsherd giengen Verzweigungennach dem übrigen Frankreich, der Schweiz, Italienund Spanien aus. Der Klerus, die Unzufriedenen allerArt., die Anhänger an die alte Regierung, hatten sichzusammengerottet, um gegen meine Machtgewalt zuintriguiren, und ihr jede denkbare Verlegenheit berbey-zuführen. Sie erschienen nun nicht mehr unter derForm von Verschwörern, sie hatten die Banner derKirche, für den Thron die furchtbarsten von Allen ,aufgepflanzt : mit ihren Donnerkeilen schlugen siesich, nicht mehr mit Kanonen". Sie hatten ihr Feld-geschrey und ihre Losung. Es war eine orthodoxeMaurerey, der ich nirgends beykomm'en konnte, weilsie überall bestand.

Es führte dieser kleine Krieg um so sicherer zuseinem Zwecke, als ich ihm, ohne mich in neue Ver-folgungen einzulassen , kein Ziel stecken konnte. Ichwäre gezwungen gewesen , "gegen waffenlose Menschenzu wüthen und Märtyrer aus ihnen zu machen.

Während ich somit die Gränzen meines Reichesvon einer Seite bis an die Tiber, und von der andernbis an das baltische Meer ausdehnte, verloren die Rus-sen unnütz ihre Zeit am Balkan und in Rumelien. DerFeldzug von igio war an den Donaumündungen sehrlebhaft gewesen. General Kamensky, der Sohn, löstedaselbst Bagration ab: er war ein Mann in der Bliitheseiner Jahre, unterrichtet, allein noch wenig erfahren.Eine schöne Armee von 143 Bataillons, 122 Schwadro-nen und 27 Kosaken-Regimentern stellte 100 030 Schlag-fähige in die Linie, nie hatte Rufsland früher eine so