und Soult sammelte seine Ueberreste in der Stellung,welche er am Morgen verlassen hatte.
D ieses mörderische Gefecht — es kostete die in’sFeuer gekommenen Trupjjen ein Drittlheil ihrer prä-senten Mannschaft, d. h. 6 ; oco Mann von 20,000 Schlag-fähigen, — hätte die Ueberlegenheit einer deployirtenund gut im Feuer geübten Infanterielinie über zutiefe Kolonnen auf immer feststellen sollen. Wirsollten aber diefsfalls noch härtere Proben bestehen,ohne dafs wir jedoch die Lehren der Erfahrung be-nützten 1 ).
Nach einem solchen Unfälle blieb Soult nichts An-deres mehr übrig, als sich näher an Sevilla, und Alles,worüber er nur immer verfügen konnte, an sich zu•ziehen. Er bezog in dieser Absicht bey LIerena einLager, nachdem er noch zuvor Ley Usagre durch dieunüberlegte Hitze des Generals Bron ein unglückli-ches Reitereygefecht bestanden hatte.
Die von Soult getroffenen Maafsregeln vermochtennicht, ihn aus der Verlegenheit zu ziehen ; wirksamereHülfsmittel mufste ich verschaffen. Kaum war mirdie Nachricht von diesen Ereignissen zugekommen,so ertheilte ich den aus dem vierten Bataillons vonSoults Armee formirten, zur Unterstützung Massena’sin Portugal verwendet gewesenen gten Korps, Marsch-befehl. Diesem auf g,ooo Mann herabgekommenenKorps gelang es, das Lager von Llenera zu erreichen,und die durch diesen ereignisreichen Feldzug entstan-denen Lücken auszufüllen. Es war diefs noch nichtgenug: ich befahl Marmont, der von Massena den Ober-befehl über die Armee von Portugal so eben übernom-
j) S. was über diesen Gegenstand im I4ten Kapitel, Schlachtvon Efsling, gesagt worden ist.