Band 
Dritter Band.
Seite
469
JPEG-Download
 

469

während Blacke’s Lager von Manisses bis an das Meer,uler vom linken Ufer aus angegriffen wurde. DieserAngriff hatte ein lebhaftes und blutiges Gefecht zurFolge; allein während desselben durcheilte der Mar-schall mit seinem manövrirenden Flügel den Halbbo-gen des rechten Ufers, erreichte des Feindes äufserstenlinken Flügel, warf und überreichte der Reihe nachalle Truppen, die der Feind ihm entgegenstellen wall-te, so dafs die ganze spanische Armee, mit Ausnahmeeines Korps, das zwischen Albufera und dem Meereentkam und bis St. Philipp verfolgt wurde, sich inden Festplatz eingeschlossen fand.

Die Belagerung begann sogleich nach der Beren-nung. So wie die Sachen standen, konnte sie nichtvon langer Dauer seyn; die äufsere Erd-Umwallung,von zu grofsem Umfange für eine regelmäfsige Verthei-digung, wurde uns nach achttägigem Widerstande nebstgo Kanonen überlassen. Blacke, nun ganz in Valen-cia eingeengt, machte einen Versuch, daraus zu ent-kommen; nur einer schwachen Kolonne gelang es, un-ter dem Schutze der Nacht die Gebirge zu erreichen.Es wurden, um die Einwohner in Schrecken zu jagen,Bomben in die Stadt geworfen. Zur Uebergabe auf-gefordert und mit dem Schicksale von Tarragona be-droht, getraute Blacke sich nicht, diese reiche Stadtden Folgen eines Sturmes auszusetzen, kapitulirte deng Januar, und ergab sich mit dem ganzen General-stabe, seiner nahe an ig,000 Mann starken Armee, 2tFahnen, 374 Feuerschlünden und unermefslichen Mu-nitions- und Mund-Vorräthen.

Der spanische General bewährte bey dieser Gele-genheit seinen früher erworbenen Ruf nicht: eine Stadtübergeben, um sie zu schonen, ist eine Schwachheit,sie aber mit einer ganzen Armee innerhalb ihrer Mau-