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Erster Band.
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das Kaisertum ward als eine Amtsgewalt betrachtet, welcheman übertragen, und wohl auch zurücknehmen könne.

Unter diesen Umständen erhob sich das deutsche welt-liche Fürstcnthum zu dem größten Vorhaben, das es inseiner Gemeinschaft überhaupt gefaßt hat.

Niemand wird die religiöse oder theologische Idee, diezur Reformation der Kirche führte, von den Absichten derdeutschen Fürsten herleiten: sie hatte einen ohne Vergleichtieferen Grund; aber die Fürsten und Stände gaben die-sem Unternehmen Rückhalt und alle die Unterstützung de-ren es bedurfte, um nicht in seinem Beginn unterdrücktzu werden.

Ihr ursprünglicher Gedanke war gemeindeutscher Na-tur. Man wollte das Kaiserthum, das in seiner damali-gen Schwäche nur einseitig und unzureichend verwaltetwurde, durch eine kräftigere Theilnahme der Stände um-bilden und zu einer nachhaltigeren Wirksamkeit zurückfüh-ren; da man Hiebei mit den Mißbrauchen der geistlichenGewalt zusammenstieß, so schritt man zu dem Gedankenfort, diese eben so gut umzubilden wie die weltliche, undnach den Ansichten der von dem bisherigen Begriff ab-weichenden Lehrer, der Nation näher zu bringen.

Die meisten weltlichen Fürsten waren hiczu einver-standen, die städtischen Gemeinen schloffen sich ihnen mitwenigen Ausnahmen sämmtlich an, die Nation stimmte beiweitem zum größten Theil freudig bei. Aber, wie es dennnicht anders sein konnte, man fand auch Widerstand, vor-