Band 
Erster Band.
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dcn Anlaß gefunden, jenen Ordcnsstaat in Preußen, frei-lich erst nachdem er die große Hälfte seiner Bcsitzthümcrverloren hatte, in ein Hcrzvgthum zu verwandeln, unterdem Schutze des nahe befreundeten Jagellonischcn Königsvon Polen, der sich sonst ohne Zweifel auch der andernHälfte bemächtigt hätte, und mit Bcistinnnung der Stände.Beides in ihrem Ursprung, ihrer Cultur und Religion dcnMarken nahe verwandte Länder. Überdies aber hatte derSohn Albrechts, durch seine Vermählung mit Marie Eleo-nore von Eleve, der ein auf besonderen kaiserlichen Ver-sicherungen beruhendes Erbrecht zustand, seinen Nachkom-men und seinem Haufe einen sehr gegründeten Anspruchan jenes Hcrzogthum verschafft.

Nun geschah im Ansang des siebzehnten Jahrhunderts,daß die verschiedenen Linien der fränkischen Markgrafenbald nach einander ausstarbcn, und alle ihre Bcsitzthiimcrund Ansprüche der churfürstlichcn anheimfielen.

Eine Combination, durch welche eine ganze Anzahl deut-scher Länder unter Ein Scepter kommen konnten, —Franken, Preußen, die Marken, Eleve und Jlilich, und einschlesisches Fiirstenthum, — eine Ländcrmasse, wie sie inDeutschland seit Heinrich dem Löwen, dessen Stellung je-doch einen ganz andern Charakter trug, nicht vereinigt ge-wesen war.

Sei es, daß Joachim Friedrich dcn Neid fürchtete,dcn eine Verbindung aller dieser Länder erwecken mußte,oder daß es ihm an dem politischen Muthe fehlte,