Band 
Erster Band.
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fest er aber auch darüber hielt, wie bündig er z. B. vonden streitigen Lehren Bescheid zu geben wußte, so lag esdoch nicht in seinem Sinn, an seinem Hofe etwa die Re-formirtcn den Lutherischen vorzuziehen: seine Religion gingmit Nichten in dem Bekenntniß auf. Von den Formen un-benommen fühlt er sich in einem freien und tiefen persön-lichen Verhältniß zur Gottheit. Er hat immer geglaubt,unter Gottes unmittelbarer Führung zu stehen, der ihnoft schon wunderbar errettet habe, und diese Überzeugungmitten in die Geschäfte gezogen. In den gesichertenZuständen unserer Tage entgeht uns leicht das rechteVerständniß von den Augenblicken der Noth und Ge-fahr, in die Friedrich Wilhelm zu seiner Zeit oft ge-ricth. In diesen Momenten, wo Gründe und Gegen-gründe der Politik nicht mehr hinreichen, in den schlaf-losen Nächten die dann folgen, fleht er zu Gott, ihnfinden zu lassen was das beste sei; daran was ihmalsdann eingeleuchtet hat, hält er fest. Ein gediegener,strenger, die Welt bemcisternder Geist, der aber zugleichbeugsam ist, wohlwollend und dem Unendlichen zugewandt:einem König von Frankreich, wie dem Kaiser gegenübervoll von Stolz, vor Gott ohne Selbst; die Regierungist ihm nicht ein Geschäft, sondern das eigene Leben; er

nehmen will: er antwortet »er halte das einmal für unmöglich, in-dem es eine Staatsursache, solche zwei Mächte als die polnische undmeine nicht zusammenkommen zu lassen «; sodann aber: »meine Reli-gion, da ich meiner Seligkeit in versichert bin, umb eine Crone zuverlassen, solches werde ich in Ewigkeit nicht thun.«