Band 
Erster Band.
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Augenblick alles ausglich, aber für die späteren Ereig-nisse verhängnißvoll geworden ist.

Er brachte einen Vertrag zu Stande, in welchem Öst-reich wirklich einen, wenn auch nur kleinen Landstrich ab-trat, und Brandenburg dagegen das engste Biindniß mitdem kaiserlichen Hause einging.

In dem geheimen Allianztractat, der am 22 März1686 zu Berlin abgeschlossen wurde, verspricht Bran-denburg, in allen deutschen und europäischen Angelegen-heiten mit Östreich gemeinschaftliche Sache zu machen,sich zunächst den französischen Übergriffen, die damals ge-gen die Pfalz gerichtet waren, zu widersetzen, ferner beieiner neuen Kaiscrwahl seine Stimme einem Erzherzogzu geben, vornehmlich bei der Erledigung der spanischenErbschaft, unter alsdann näher festzusetzenden Bedin-gungen, die Rechte der deutschen Linie verfechten zu hel-fen. Östreich sagte dagegen einige Subsidien zu, die je-doch nicht sehr stark sind: im Frieden 100000 Gulden,im Kriege 100000 Thaler; hauptsächlich aber ließ es sichauch in der schlesischen Sache zu einem Zugeständniß her-bei. „Um allen aus demselben zu besorgenden Mißver-ständnissen vorzubeugen, zur Bezcigung seiner Freundschaftgegen das churfürstliche Haus, besonders zur Stiftung die-ser genauen Allianz" erklärt der Kaiser, daß er dem Chur-fürsten und dessen Nachkommen männlichen Geschlechtsden schwiebusischcn Kreis in Schlesien und die lichtenstei-nischc Erbforderung an Ostfricsland abtrete; und der Chur-