130
gige Thätigkeit sich regte, die ihren Begriffen schnurstracksentgegenlief. Mit der größten Mühe hatten sie die Wirth-schaftsgebäude unter Dach und Fach gebracht, die Lubenjetzt zu veräußern eilte. Sie waren noch mit besondernSchulden belastet, die sie durch neue auf dem bisherigenWege allmählig zu erzielende Ertragserhöhungen zu deckengedacht, und mußten nun sehen, daß diese künstlich aufeinmal hervorgebracht und zu anderen Zwecken verwen-det wurden. Die Hallische Kammer wollte die Untcrbe-amten, welche Luben angestellt, nicht als königliche Die-ner gelten lassen, wies ihre Vorstellungen zurück, er-ließ keine Verfügungen an sie. Luben, der immer fort-schritt, wies die Erbpachtcr an, zur Landrentei der Kam-mern nichts weiter einzuliefern, als was diese in den letz-ten Jahren der Arendt empfangen: die Kammer dage-gen forderte auch das Mehr, das die Erbpächter verspra-chen, und ließ es durch Erecution eintreiben.
Man würde die Natur preußischer Beamten verken-nen, wenn man in ihnen bjos willenlose Werkzeuge sehenwollte. Allgemeine Überzeugungen praktischer Art werdenvon ihnen, auf den Grund ihrer Erfahrung, ausgebildetund eifrig festgehalten. Hier brach gleichsam ein Kriegzwischen zwei Behörden aus, von denen sich die eine imBesitz der regelmäßigen Bcfugm'ß befand, die andere einenaußerordentlichen Auftrag vollzog. Ein lebhafter Schrift-wechsel entspann sich; eine Untersuchungscommission wardniedergesetzt, ausführliche Informationen wurden aus den