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dcnsunterhandlungen kam, sah sich Brandenburg so inder Form als in der Sache vernachlässigt.'
Und dabei war man doch hiedurch im Westen so voll-auf beschäftigt, daß man im Osten gegen drohende Ge-fahren fast ungcrüstct erschien. Auf das tiefste ward esempfunden, daß man einst Carl XII gute Worte zu ge-ben genöthigt war, statt ihm mit einem Heere Rücksichtzu gebieten, daß man sich im Jahr 1711 den Durchzugrussisch-sächsischer Truppen gefallen lassen mußte.
Besonders fühlte sich der Kronprinz darüber unglück-lich. Er klagte auch über die Nachfolger Wartcnbcrgs,er glaubte von ihnen absichtlich beseitigt, ja gemißhan-delt zu sein, vor allem verdammte er ihre Politik, dieinnere als verderblich, die äußere als feig und hoff-nungslos.
Eine Scene von dramatischem Gegensatz, als Fried-rich I, noch nicht sehr alt, aber schon seit lange von Brust-leiden geplagt, sich eines Tages im Anfang des Jahres1713 so hinfällig zeigte, daß man für sein Leben besorgtwurde. Der Kronprinz, der von seinem Vater niemalsanders, als mit dem Ausdruck kindlicher Verehrung re-det, war in seiner Seele gerührt: aber, sagt er, ich mußte
1. Aus dem Mcmoire des preußischen Residenten Bonet in Eng-land bei Lambcrty VII, 515 ergicbt sich, daß man am BerlinerHose noch 1712 hoffte, es zu einem Frieden zu bringen, wo dasReich auf immer gesichert, Strasburg wieder in die Hände der Deut-schen gebracht, eines Jeden Ansprüche anerkannt worden wären, alsdie unerwartete Wendung der englischen Politik eintrat.