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konnte im Widerstreit der beiden Prätensionen auf die spa-nische Monarchie, ein Anrecht geltend gemacht werden,das auf einer Schuldfordcrung an die alte nun ausge-gangene Dynastie beruhte. Ludwig XIV, im Namen Phi-lipps V und der Kaiser willigten ein, das QuartierObergeldcrn an Preußen abzutreten, das durch die Ver-stärkung, die es den clevisch-westphälischen Besitzungengab, höchst willkommen war. Dieser Erfolg gehörte zumgrößten Theil noch Friedrich dem Ersten an. Die Un-terhandlung ward hauptsächlich von Jlgen geführt, einemder wenigen Männer, die in der Leitung der auswärti-gen Angelegenheiten von Preußen, die sonst fast immervon den Fürsten unmittelbar ausgegangen ist, einen selb-ständigen Ruf erworben haben. Die lange Übung hattediesen feinen und arbeitsamen Geist in eine vollkommeneKenntniß aller Beziehungen und Interessen gesetzt, indenen er zu Hause war wie in seinem Eigenthum, unddie er nun mit einer Einsicht, Thätigkeit und Geduldverfolgte, der oft auch das schwierigste gelang. Jlgengehörte, wie Anhalt und Grumbkow,'zu den Männern,die sich noch vor der Thronbesteigung an Friedrich Wil-helm angeschlossen hatten: diese zum Theil weil sie auchselbst zurückgesetzt waren, Jlgen aus eigenem Antrieb undVoraussicht. Er hatte das Vergnügen, für den König— denn erst jetzt wurden dem Wiener Hofe die ent-scheidenden Erklärungen abgewonnen — am fünfzigstenTage seiner Regierung den Utrechter Frieden zu schließen,