Band 
Erster Band.
Seite
162
JPEG-Download
 

162

Anfällen geschützt und die Herstellung des Herzogs inseine verlorenen Lande durch alle dienlichen Mittel bewirktwerden sollte.'

Ein Vertrag, bei dem man in so fern auf einigeBeistimmung der Krone Schweden rechnen zu dürfenglaubte, als sich diese in einer allgemeinen Bedrängm'ßbefand: ein Verbündeter wie der König von Preußen,der freilich fernere Kriegsübung wie bisher nicht gestat-ten konnte, wäre ihr doch für ein friedliches Bestehen sehrnützlich gewesen. Wäre ihr später Holstein zugefallen, sohätte sie an Umfang des Gebietes nichts verloren.

Indessen aber sahen auch die nordischen Verbünde-ten, welchen Vortheil ihnen der Beitritt der rasch herge-stellten preußischen Macht gewähren konnte; auch sie nä-herten sich dem preußischen Hofe. Peter I, der bei einemBesuche daselbst, wie er sich in seiner Weise ausdrückt,„ Schwcdcngeruch witterte", legte auch seinerseits viel Ge-neigtheit an den Tag, Stadt und Gebiet von Stettin inden Besitz von Preußen kommen zu lassen.

So wurde jenes Vorpommern, das dem großen Chur-fürsten einst wie durch eine Übereinkunft von Europa ab-gestritten worden, dem Enkel desselben von den entgegen-gesetzten Seiten dargeboten. Es schien eine sehr vernünf-tige Auskunft, die Stadt zunächst von neutralen Trup-pen besetzen, und später in den Besitz von Preußen über-

1. vnmnnt Vill, 1, 293 srt. I. IV. Sonst haben wir auchhier manches Ungedruckte benutzen können.