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Die Hausgenossen haben überliefert, wie der Erwer-bet der Krone, Friedrich I, der in der Geburt einesPrinzen die Erhörung seiner Gebete sah, unter demGeläute der Glocken, welche dieselbe der Stadt ankündig-ten, seine Hände über den Neugcbornen ausbreitete, dasLeben desselben, seines Landes Zukunft aufs neue Gottempfahl, und seinen Geist in die ewigen Geschicke vertie-'send nicht aufstand, bis er auch in diesem Gebet erhörtzu sein glauben durfte. So dankte man Gott in denKirchen, daß er nach manchen betrübten Fällen das Hausund Reich seines Gesalbten, des Königs, aufs neue befe-stigt und vor aller Welt bestätigt habe.
Recht im Geiste der großen Allianz, welche seit einemVierteljahrhundert die Politik und die Geschicke des Lan-des bestimmt hatte, lud man die Generalstaaten und Kai-ser Carl VI zu Taufzcugcn ein.' Es bezeichnet das altevertrauliche Verhältniß, daß die ersteren dem jungen Prin-zen von Preußen und Oranien, denn diesen Titel gab manihm in Erinnerung an seine Ältermutter, Tochter Fried-rich Heinrichs von Oranien, ein Geschenk machten, wiewohl begüterte Verwandte pflegten: zwei goldene Becherund eine goldene Cassette mit einem Leibrentenbrief auf4000 Gulden. Indem der Kaiser die Pathcnstclle an-nimmt, bei deren An!rag ihm Glück gegen seine Feinde
1 Es finden sich noch Dankschreiben für die Wahl zur Tauf-ikugin von Chursiirstin Sophie Hannover 3 Fcbr,, und HerzoginEleonore Lüneburg 6 Febr.