zustimmenden Anmerkungen darthun, welche Friedrich Wil-helm den Berichten über diese Reden beschrieb. Die engli-schen Ministcrbeschlossen, einen außerordentlichen Gesandten,Sir Charles Hotham, der sich durch Jugend, Gestalt undHerkunft für einen Auftrag dieser Art besonders zu eig-nen schien, deshalb nach Berlin zu schicken.' Ihre Ab-sicht war auf eine langdauernde Familienverbindung, unddaher auf die doppelte Vermählung gerichtet.
Und hatte es nicht auch für Preußen den größtenWerth, mit den mächtigen Nachbarn, zugleich dem Hofe,dem Ministerium und der Nation, in immer genauereVerbindung zu treten? Wir wissen: die dringendstenWünsche der Königin von Preußen, des Kronprinzen undder Prinzessin gingen dahin: auch die preußischen Mini-ster waren nicht dagegen. Nach nochmaliger Erwägungder Sache erklärten Knyphauscn und Borck mit einergewissen Feierlichkeit, als verpflichtete Diener der Kronekönnen sie nicht anders urtheilen, als daß die „gedop-pelte Vermählung in alle Wege zu wünschen sei."
Und so wurde dem König Friedrich Wilhelm I dieseFrage nochmals vorgelegt, die schwierigste, dornenvollste,vielleicht bedeutendste für sein ganzes Leben, welche er jezu entscheiden gehabt hat; alle seine öffentlichen, häusli-chen und persönlichen Beziehungen wurden davon berührt-
Er war nicht blind gegen die Vortheile der Verbin-
1. Am 22 März 1730 kündigtc der regelmäßige Gesandte duBourgai die bevorstehende Ankunft Hothams an.