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So spät es schon war, so lud der König den Prinzensogleich zum feierlichen Verhör vor. Er ermähnte ihn,Gott seinem Herrn und seinem Vater die Ehre zu erwei-sen, alle Umstände der vorgehaltenen Desertion, denn un-ter diesem Gesichtspunkt einer militärischen Pflichtverletzungfaßte er die Sache, zu gestehen.
Der Prinz machte keinen Versuch, zu läugnen: ernannte auch seine beiden Vertrauten, den älteren Kaitund Katte, von denen er voraussetzte, daß sie sich geret-tet haben würden.
Kait, von einer Weisung des Prinzen erreicht, hattewirklich einige Tage zuvor Wesel verlassen und war nachHolland gegangen; nur vergeblich versuchte der Königseine Auslieferung zu bewirken: er entkam glücklich nachEngland.
Katte dagegen, immer vorbereitend, aber nichts aus-führend, — so viel wir wissen, gewarnt, wenngleich nichtdurch den Brief des Prinzen, der nicht an ihn gelangte,ward festgenommen wie dieser.
In Wesel nun, wo noch zwei andere Verhöre Stattfanden, war die Sache nicht zu Ende zu bringen; ohne-hin mußte der König, wie vorher bestimmt war, nachBerlin zurückgehen. Die Vorsichtsmaßregeln die er da-bei für die Rückreise seines Sohnes nahm, zeigen, welcheBesorgnisse sich ihm aus dem schwankenden und halb-feindseligen Verhalten seiner Nachbarn erhoben. Der Ter-min der Abreise ward geheimgehalten; die Hessischen und