Band 
Erster Band.
Seite
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3!«

gewesen, die Tortur in Anwendung zu bringen; Grumb-kow bemerkte ihm aber, das könne zu Verantwortung füh-ren, und es wurde unterlassen.

Auch alle Anderen, die in einiger Beziehung zu demPrinzen gestanden, wurden vernommen: der Kammerdie-ner, der Page, Oberst!. Rochow; die Lieutenants Jngers-leben und Sparn, mit denen er in Potsdam Umganggepflogen: sein früherer Untergouverneur Oberst Kalkstein,jener Vernezobre, der ihm das erste Geld geliehen, derGoldschmidt, der ihm Juwelen verkauft und abgekauft;auch ein junges Mädchen, Dorothee Ritter, Tochter ei-nes kurz vorher nach Potsdam gekommenen Schulman-nes, die er ein paar Mal an ihrer Hausthüre gesprochen,und der er einige kleine Geschenke gemacht hatte: aufdas härteste mußte sie büßen.

Aus den Aussagen, die in den Acten vorkommen, istunsere Erzählung der Ereignisse zusammengesetzt worden;das Merkwürdigste was außerdem daraus hervorgeht, istdie Haltung des Prinzen.

Er bekennt, daß er sehr Unrecht gethan habe, undsucht sich nicht zu vertheidigen. Nur will er nicht zuge-stehen, daß sein Fluchtversuch als Desertion betrachtet wer-den dürfe; so könne man es nicht nennen, daß er sichder Ungnade seines Vaters habe entziehen wollen. Dabeientschlüpft ihm nichts, was seiner Mutter oder seinerSchwester hätte zur Last gelegt werden können, über dieVerhältnisse zu England, auf die sein Vater besonders