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len war er gegen die Befestigung des Churfürsten vonSachsen und die Fortschritte der Russen an den Mün-dungen der Weichsel.
Wie gern hätte er die Belagerung von Danzig, zuder die Russen sich anschickten, verhindert! Er ließ derKaiserin Anna vorstellen, welch ein unersetzlicher Schadeseinen preußischen Unterthanen dadurch erwachsen werde;sie antwortete ihm, das Betragen der Danziger gegen siesei so unehrerbietig gewesen, daß sie dieselben strafen müsse.Im Frühjahr 1734 zog General Münnich zur Belage-rung heran. Friedrich Wilhelm mußte zusehen, daß eineStadt, der er den lebhaftesten Antheil widmete, von feind-lichen Bomben zerstört, ihre Fluren weit und breit ver-1 ! wüstet wurden. Die Bürgerschaft, von den Franzosennur durch wirkungslose Demonstrationen unterstützt, faßteden Gedanken, sich an den König von Preußen anzu-schließen: sie hat wirklich einmal angefragt, ob er sie inseinen Schutz nehmen wolle, wenn sie mit ihren Privi-legien zu seinem Throne hcrzutrete. Ein Schritt dieserArt wäre aber der damaligen Ordnung der Dinge inEuropa entgegengelaufen, und Friedrich Wilhelm konntesich nicht dazu entschließen. '
Noch wurden ihm von beiden Seiten unaufhörlich
1. Wallenrodt 10 April 1734. Sollten E. K. M. allergnädigstgeruhen, dieser armen Stadt die von allen Puiffancen verlassen, undeiner so großen Macht nicht resistiren kann sich zu erbarmen und ihrnur einen Strahl königlicher Gnade zeigen, so ist die größte Appa-> rence daß sie den polnischen Schutz verlassen und sich in E. K. M.
Protcction begeben werden: von Seiten der Bürgerschaft ist allesdazu disponirt, und auch der Magistrat wäre zu gewinnen.
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