liche Dienste im Felde leisten. Man fand das Wort desalten Cato bewährt, daß der Bauernstand die tapferstenLeute gebe.
Leicht die Hälfte der Armee war nun aber durch Wer-bung zusammengebracht und in Stand gehalten. Wasdabei die größten Beschwerden veranlaßte, war die Vorliebefür hochgewachsene riesenhafte Menschen, die man aus al-len Theilen von Europa, — Schweden, Irland, der Ukränc,den östreichisch-türkischen Grenzgebieten von Niedcrungarn,welche sich besonders ergiebig erwiesen, — mit einem bei derübrigen Sparsamkeit in Erstaunen setzenden Aufwand,im deutschen Reiche, wo es die Landesfürstcn nicht gestattenwollten, nicht ohne Gewaltsamkeit und List zusammen-brachte. Noch waren aber nicht alle Gebiete geschlossen:als Churfürst hatte der König das Recht, in den Reichs-städten und deren Bezirken zu werben, und es fehlte inDeutschland an solchen nicht, welche das Kriegshandwerkliebten und sich gern für einen Dienst anwerben ließen,wo man gut bezahlt und gut gehalten wurde. Dadurch ge-wann die Armee einen allgemein deutschen Bestandtheil;die Verbindung der Eingeborncn und der Angeworbenenerweckte zwischen ihnen Wetteifer und gegenseitige Aufsicht;sie verwuchsen in der strengen Schule militärischer Ein-übung in einander.
ES würde jenseit unserer Grenzen liegen, wolltenwir entwickeln, wie diese beschaffen war, wie die beidengroßen Erercitienmeister, der Fürst Leopold von Anhalt