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vorstellen; bis der glückliche Tag erschien, wo der jungeMann zum Fähndrich angenommen wurde und das Feld-zeichen empfing, das er niemals verletzen lassen durste,und das ihn in gewissem Sinn unverletzlich machte.
Der König wollte nur solche anstellen, die das Erer-citium gut verstanden, keine Ausschweifungen begingen, er-trägliche Wirthschaft führten, und sich auch äußerlich gutausnahmcn. Davon hing auch ihre fernere Beförderungab. Die Conduitcnlistcn verzeichneten Jahr für Jahr wiesich jeder in Bezug auf Religion, sein eigenes Hauswesenund den Dienst gezeigt, ob er Kopf habe oder nicht. Überdas Verdienst der Führer selbst gab der Zustand der Re-gimenter bei der jährlichen Musterung vor den Augen desKönigs Zeugniß.
Es mag kleinlich erscheinen, wenn nun z. B. bei derUniform alles und jedes bis aufs Geringste vorgeschrie-ben war, wie groß die Manschetten, wie breit die Hals-binde sein, wie viel Knöpfe die Stiefeletten haben, wielang das Zopfband fliegen solle. Doch hat dies außerder für das Auge gewünschten Gleichförmigkeit noch denGrund, daß hier in der Armee jeder Unterschied aufhö-ren, nur der Rang im Dienste etwas gelten sollte. Dieverschiedenen Rangklassen gingen hauptsächlich nur un-ter einander mit einer gewissen Vertraulichkeit um. Wie -hätte man dulden können, daß ein Abstand zwischen Reichund Arm sich irgendwo hätte kundgeben dürfen! Fried-rich Wilhelm wollte nicht leiden, daß Jemand außer dem