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der Fortgang der Rüstung erfüllten ihn alle Tage mit grö-ßerem Muth und Vertrauen. Sollte aber etwas geschehen,so war kein Augenblick zu verlieren. Friedrich hielt fürnothwendig, noch vor dem völligen Eintritt des WintersSchlesien zu besetzen; wolle er ohne dies in Unter-handlung treten, so werde man ihm beschwerliche Bedin-gungen auflegen, um ihm unbedeutende Dinge zu be-willigen.
Wir arbeiten hier sehr ernstlich, schreibt er am 15 Nov.Ich will die kühnste, unerwartetste, größte Unternehmungbeginnen, welche je ein Fürst meines Hauses gewagt hat.Der Zustand meiner Truppen läßt einen glücklichen Er-folg hoffen, mein Herz ist erfüllt von guten Vorahnungen.
Und dabei blieb es nun, daß man die Linie der Po-litik einhielt, die in der Conferenz mit den Ministern vor-gezeichnet worden.
Den Franzosen geschah keinerlei Mittheilung: wedernach Paris, noch den in Berlin anwesenden.
Der zur Gegenbegrüßung Friedrichs herbeigeschickteaußerordentliche Gesandte, Marquis de Beauvau, betrof-fen, daß er nicht nach Rheinsberg eingeladen wurde, er-schöpfte sich in Vermuthungen über den eigentlichen Zweckder Rüstungen, die Jedermann wahrnahm, traf zuweilendas Richtige, aber ohne es festzuhalten, und faßte zu-letzt die Ansicht, daß der König eher als ein Gegner vonFrankreich zu betrachten sei, und dies Land zu schwächenwünsche. So sah auch der regelmäßige Gesandte Valori