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Zweiter Band.
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sichtspuncte der östreichischen Regierung dahin gehen mußte,der Hauptstadt des Landes mächtig zu bleiben und dieserBeschränkung sich zu entledigen.

Das Oberamt forderte den Rath auf, dem Obersten,der den Dom von Breslau, einen in bürgerlicher undmilitärischer Hinsicht von der Stadt getrennten Bezirk, zuschützen bekomme, und der ein Evangelischer sein werde,zuvörderst nur die gemeinschaftliche Besetzung des näch-sten Thores zu bewilligen; erst alsdann, wenn er von ei-ner überlegenen Macht angegriffen sich daselbst nicht mehrbehaupten könne, sollte er das Recht haben, mit seinenTruppen in die Stadt ausgenommen zu werden.

Bei allem Anschein und aller Neigung zu Widerstandund Eigenwillen kamen doch, wie berührt, Stände undStädte in Schlesien in der Regel dem nach womit esder Regierung Ernst war. Der damalige Rath von Bres-lau hatte es noch besonders zu seinem Grundsatz gemacht,allen Hader mit der Regierung zu vermeiden: er stimmteohne weiteres ein.

Einige Schwierigkeit hatte es mit den Vorstehern derBürgerschaft, ohne welche der Rath nichts festsetzen konnte;doch wußte man auch diese zu gewinnen, indem man siepaarweise in die Rathsstube berief.

Erst als die Sache an den Ausschuß der Bürger-schaft, Zunft und Zechen, und an die Bürgerschaft selberkam, begann der Widerstand.' Noch einmal erhob sich

1. Kundmann, Heimsuchungen Gottes 44S.