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Zweiter Band.
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hier jener Geist der städtischen Gemeinen, der sich schon seitdem 14 Jahrhundert den Eingriffen der geistlichen Machtnachdrücklich widersetzt, und in dem sechzehnten der gro-ßen Bewegung der Reformation Bahn gemacht hat.Die Bürger wollten von der Aufnahme einer königlichenBesatzung nichts hören, deren Anwesenheit sie ihrer kirch-lichen und politischen Freiheit auf einmal berauben könne;sie seien sagten sie nicht gesonnen, sich dem Übermuth derFeldtruppen, von denen sie bisher blos gehört, nun auchselber auszusetzen; überdies welch ein hoffnungsloser Ge-danke, eine preußische Belagerung aushalten zu wol-len: Breslau sei nur ein verwahrter Handelsplatz undkeineswegs eine Festung. Besonders führte ein Schuh-macher des Namens Döblin das große Wort, ein geist-lich angeregter Mann, dem aber übrigens der Lärmdes Marktes oder ein munteres Gelag besser behagten,als der Fleiß der Werkstatt. Man möchte ihn mit demKüfer vergleichen, der einst die Bürgerschaft von Lissa-bon für König Johann „guten Gedächtnisses" die Waf-fen zu ergreifen entschieden hat, oder mit jenem Grau-kopf, ebenfalls einem Schuhmacher, der als Carl XII beiSteinau die Oder überschritt, die Zügel seines Pferdes er-griff und sie nicht losließ, bis der König ihm dasWort gab, den Glauben in Schlesien nicht ferner unter-drücken zu lassen. Die meiste Wirkung brachte Döblin,

1. Breslau vor hundert Jahren, von Kahlert; — 4840. Ei-nige Auszüge aus dem Steinbergerschen Tagebuch, dessen OriginalHerr Pros. Kahlert, Nachkomme des Verfassers, mir freundlich mitge-theilt hat, so'daß ich es weiter benutzen konnte.