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Zweiter Band.
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auch da nichts weiter zu erreichen war, und die Zimmer-leute einer nach dem andern um ihn her verwundet odergetödtet wurden, hielt er ruhig an seiner Stelle aus, bisder Feldmarschall für gut hielt, ihn abzurufen.

Das Schloß behauptete sich, bis der König selbst inOttmachau erschien, und die Grenadiere seiner Mörser an-sichtig wurden. Hierauf, am 12 Januar, ergaben sie sichzu Kriegsgefangenen; früher waren ihnen bessere Bedin-gungen angeboten, doch wollte der König diese jetzt nichtmehr gewähren.

Kurze Zeit waren Friedrich und Schwerin vor Neißebeisammen; gleich darauf trennten sie sich wieder.

Der König unternahm einen Angriff auf Neiße: wennman von ernstlichem und nachdrücklichem Widerstand redenwill, so ist ihm ein solcher zuerst eben hier geleistet wor-den. Oberst Roth, derselbe, welchem der Dom von Bres-lau hatte anvertraut werden sollen, jetzt zum Comman-danten von Neiße ernannt, hatte die Bürger den Eidder Treue erneuern lassen, und kein Bedenken getragen,die Vorstädte sämmtlich dem Feuer zu übergeben. Hie-durch ward der Ort wirklich haltbar; den aufforderndenTrompeter wies man mit Flintenkugeln zurück. DiesenTrotz hoffte der König durch ein Bombardement zu bre-chen, und einige Tage ist Neiße sehr ernstlich beschossenworden; auch war das Feuer nicht ohne Wirkung: nureine solche brachte es nicht hervor, welche zur Übergabegenöthigt hätte. Und da nun auch der bisher sehr milde