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Zweiter Band.
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zustellen; überall erneuerte sich der evangelische Gottes-dienst; die bisher verborgenen Gefäße dienten wieder aufeinem dem reformirten Bekenntniß gewidmeten Altar; denlutherischen Gemeinden, die dessen am meisten bedurf-ten, wurden junge Geistliche von Berlin aus zugesandt.In den Kirchen hörte man auf für „unsere Erblandssraudie Königin von Ungarn" zu beten: die Zeitungen er-schienen nicht mehr mit dem doppelten, sondern mit demeinfachen schlesischen Adler.

Nicht allein auf Eroberung, sondern zugleich auf Ab-fall beruhte die Besitzergreifung von Schlesien. Mit demalten von den Plasten überkommenen Erbrecht des Hau-ses Brandenburg hatte die Wiederherstellung des evange-lischen Elementes in seine religiöse und politische Unbe-drängtheit eine innere Verwandtschaft.

Als Brandenburg stark genug geworden war, seinRecht zurückzufordern, und endlich auch das Herz dazufaßte, ging der größere Theil von Schlesien zu ihm über;die militärische Aufstellung und Macht erweckte das Zu-trauen der bisher Bedrückten; die Unterstützung die sieleisteten bahnte wieder den Weg zum Siege.

Daß es nun aber mit dieser Veränderung Bestandhaben würde, nahm man mehr aus einem dunklen Ge-fühl an, als weil man die Möglichkeit deutlich davoneingesehen hätte.

Die alten Anhänger des Hauses Brandenburg zit-terten, wenn sie sich die möglichen und ihnen wahrschein-