Band 
Zweiter Band.
Seite
223
JPEG-Download
 

223

hen in ihre Gewalt fallen müssen. Aber sein Glückwollte, daß eine Escadron von Schulenburg Dragoner,auf der Straße aufgestellt wo er zurückkommen wollte,ihre Aufmerksamkeit am meisten auf sich zog. Auf diesewarf sich, von Priesnitz her durch den leicht zu durch-reitenden Fluß setzend, die zahlreichste Schaar, und zwarmit sogleich entschiedenem Erfolge. Indem die Drago-ner nach allen Seiten Front zu machen suchten, gerie-ten ihre Pferde, nicht ganz richtig geführt, in Verwir-rung; die Husaren drangen unter sie ein und sprengtendie Escadron auseinander. * Nur ein kleinerer Schwärmzeigte sich bei Wartha, dessen sich die Begleitung des Kö-nigs, der sofort zu Pferde saß, leicht erwehrte. Indemdieser über die Neiße zurückgetrieben wurde, und zugleichvon Frankenftein ein paar hundert Mann zu Fuß anrückten,wagte auch die siegreich gebliebene Schaar nichts weiter;zufrieden mit einer Standarte die sie erbeutet und einerAnzahl Gefangenen die sie gemacht hatte, sprengte sievon dannen. Nur schade, sagt Lentulus bei der Erwäh-nung der Gefangenen in seiner Meldung sehr ruhig, daßder König nicht darunter ist. ^

1. Der König an Leopold von Dessau, 8 März: Der gute Obstl.v. Diersford ist wohl in so weit an diesem Unglück etwas mit Schuld,da er die feindlichen Husaren schon eine Zeitlang gesehen, und den-noch sich nicht an das ohnwcit davon liegende Dorf (Bamngarten)gezogen, um den glücken frei zu halten.

L. Der Feldprediger Secgebart hat ein lcsenswürdiges Tage-buch über diesen Fcldzng hinterlassen, dessen Mittheilung ich derGüte des Herrn Dircctor Fickert in BreSlau verdanke. Das Gerüchtwar, unter den östreichischen Husaren seien auch katholische Etüden-