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Zweiter Band.
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lüge meinten, man müsse König Friedrich erst widerlegen,ehe man ihn angreife. Aber die Meisten verdammtensein Unternehmen, weil es nur dazu dienen könne, derfranzösischen Übermacht den Weg zu bahnen. Von dengemeinschaftlichen protestantischen Interessen, deren siesonst so gern gedachten, schwiegen sie dies Mal. Die An-tipathie gegen Frankreich überwog jede Rücksicht der Ver-wandtschaft des Blutes oder der Religion. ^

Eine ähnliche Stimmung der Gemüther behielt auchin den vereinigten Niederlanden die Oberhand.

Schon lange trug man sich da mit dem dunklen Ge-rücht, als denke Frankreich seine Allianz mit Astreich zueiner Erweiterung seiner Grenzen nach den Niederlandenhin zu benutzen; für das beste Mittel, den Wiener Hofvon einem Zugeständniß dieser Art abzuhalten, hielt maneine Unterstützung desselben von Seiten der Seemächte.Wohl waren nicht alle einmüthig. Die Provinzen See-land, Gröningen und Utrecht forderten, daß vor aller Be-schlußnahme erst eine Unterhandlung mit Frankreich eröff-net, dessen Meinung authentisch erforscht werden sollte; aberHolland, welches den Ton angab, wollte davon nichtshören. Hier hatte die Invasion von Schlesien aus einemanderen Grunde besonders schlechten Eindruck gemacht.Die reichsten Kaufherren, Patricier von Amsterdam, inder Regierung der Provinz und des Staates von Ein-fluß, waren bei einer Anleihe betheiligt, welche der östrei-chische Hof auf Schlesien hypothccirt hatte: es wurde